Schwäbisch-Hällisches Landschwein

Eine naturbelassene Schweinerasse die schon fast in Vergessenheit geraten ist. Sie gilt als robust und ruhig mit sehr guter Leistung und ausgeprägtem Mutterinstinkt. Entstanden sei sie durch König Wilhelm I. in Deutschland, dem „Landwirt auf dem Königsthron“ ca. 1820/21, der das chinesische Maskenschwein zur „Hebung der Zucht“ mit heimischen Rassen kreuzen lies. Am besten verbreiteten sich die Tiere in Schwäbisch Hall, dort entstand das Schwäbisch Hällische Landschwein. Im Aufschwung der Industrialisierung und dem Einheitsschwein ging die Zahl der Schwäbischen Tiere stark zurück, sie galt schon fast als vergessen, jedoch spezialisierten sich einige Landwirte darauf und schlossen sich als Gemeinschaft zusammen, so blieb diese wertvolle Rasse erhalten.

Herdebuchzuchtbetrieb

Als Herdebuchzuchtbetrieb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht einen Beitrag zum Erhalt dieser wundervolle Rasse zu leisten. Die Population in Österreich ist sehr klein. Für passende Anpaarungen muss somit auch über die Grenzen geschaut werden. Nicht jede Sau wird eine Herdebuchsau – bei einem Bestand von rund 50 produktiven Zuchtsauen tummeln sich 8 Herdebuchzuchttiere.

Zuchtziel

Das Schwäbisch-Hällische Schwein soll besonders für den Einsatz als Mutterlinie geeignet sein. So soll es sehr widerstandsfähig, langlebig, mit hoher Fruchtbarkeit sowie Milchleistung und den besten Muttereigenschaften ausgestattet sein. Ebenso soll es frohwüchsig und großrahmig sein und sich für alle Haltungsformen eigenen, – mit guter Futterverwertung, sowie bei ausreichend Muskelfleischanteil eine hervorragende Fleischbeschaffenheit aufweisen.

Exterieur

Unverkennbar ist ihre Färbung in schwarz-weiß. Mit schwarzem Kopf und Hinterteil, sehen sie aus als hätten sie ihren Rüssel zu weit in einen Farbeimer gesteckt – in welchen sie sich dann gesetzt haben. Die Beine jedoch sind weiß. Der Übergang von schwarz in weiß ist charakteristisch mit schwarzer Haut und weißem Borstenkleid. Ebenso auffallend sind ihre riesengroßen schwarzen Hängeohren. Weist die Rüsselscheibe einen weißen Fleck auf und endet der Schwanz in weiß so ist ihre Färbung perfekt.

Die  meisten Schwäbischen weißen meist sehr lange Linien auf. Aber auch kompaktere gilt es zu Erhalten. Für die Zucht als Mutterlinie ist auch die Zitzenanzahl von großer Bedeutung. Jede Seite gleich verteilt ab 7 bis 9 Zitzen.

Verkauf

Von den reinrassigen Schwäbisch-Hällischen Würfen werden Kastraten mit 30kg als Mastläufer verkauft, während wir die Weibchen zu Jungsauen aufziehen, für den Verkauf oder zur Eigenremontierung.

Jungsauen im Alter von rund 220 Tagen

Jungsau gedeckt (nur auf Vorbestellung)